Frieden – Aspekte eines komplexen Begriffes
Dieser Kurs wird auf Deutsch gehalten.
| Kategorie | Geisteswissenschaften |
|---|---|
| SWS | 2 |
| Credit Points | 2 |
| Benotung | Kommanote |
| Prüfungsart | Klausur (60 Minuten) oder Präsentation (10-15 Minuten) plus schriftliche Leistung (z.B. Kurzbericht) |
| Turnus | jedes Semester |
| Modulart | regulär |
| Gesperrt für | Architektur, Bauingenieurwesen |
Inhalt
Die Welt ist voller Konflikte und alle sprechen vom Frieden. Die einen wollen ihn durch Diplomatie und eine für alle gleichermaßen gültige internationale Ordnung erreichen, die anderen durch Aufrüstung und nationale Stärke, wiederum andere durch imperiale Gewalt und Unterdrückung. Offensichtlich sind hier sehr unterschiedliche Vorstellungen von Frieden am Werk. Das Seminar möchte den Versuch unternehmen diese verschiedenen Facetten des Begriffs zu beleuchten und nachzuvollziehen. Dies soll teils theoretisch, teils an konkreten Praxisbeispielen geschehen.
Es wird klar werden, dass Frieden kein statischer Zustand ist, sondern ein fortwährender Prozess in einer durch und durch konflikthaften Welt. Das Seminar will zu einem besseren Verständnis von Frieden beitragen.
Lernziele
Kenntnisse:
Die Studierenden
- erklären verschiedenen Aspekte des Friedensbegriffs.
- Erwerben Kenntnisse der zentralen Theorien der Friedens- und Konfliktforschung.
- benennen die zentralen Probleme bei der Schaffung eines nachhaltigen Friedens
Fertigkeiten:
Die Studierenden
- wenden Theorien der Friedens- und Konfliktforschung an.
- analysieren nationale und internationale Politik in Bezug auf Frieden und sind in der Lage Konflikte einzuordnen und zu beurteilen.
- analysieren Konfliktursachen
Kompetenzen:
Die Studierenden
- reflektieren Konflikte vor dem Hintergrund theoretischen und praktischen Wissens
- entwickeln selbständig Lösungen für Konflikte und benennen dabei die zentralen Fallstricke
- entwickeln und präsentieren Handlungsansätze für Praxisfälle
Lehrformen
Kurzvorträge (theoretischer Input), Kleingruppenarbeit, Selbstreflexion, Austausch im Plenum
Literatur
- Hanne-Margret Birckenbach (22026): Friedenslogik verstehen. Frieden hat man nicht, Frieden muss man machen, Frankfurt/Main.
- Astrid Sahm, Manfred Sapper, Volker Weichsel (Hrsg.) (2002): Die Zukunft des Friedens, Band 1: Eine Bilanz der Friedens-und Konfliktforschung, Wiesbaden.
- Egbert Kurt Jahn, Sabine Fischer, Astrid Sahm (Hrsg.) (2005): Die Zukunft des Friedens, Band 2: Die Friedens- und Konfliktforschung aus der Perspektive der jüngeren Generationen, Wiesbaden.
- Fabian Scheidler (2025): Friedenstüchtig. Wie wir aufhören können unsere Feinde selbst zu schaffen, Wien.
Voraussetzungen
keine
Arbeitsaufwand
Präsenszeit: 26-30 UE Selbststudium: 50 UE Gesamtaufwand: 76-80 UE
UE (Unterrichtseinheit) = 45 Minuten