Diversität und Antidiskriminierung
Diversity and Anti-Discrimination
Dieser Kurs wird auf Deutsch gehalten.
| Kategorie | Geisteswissenschaften |
|---|---|
| SWS | 2 |
| Credit Points | 2 |
| Prüfungsart | Präsentation (15 Minuten) plus schriftliche Leistung (2-seitiger Reflexionsbericht)Näheres regelt der Stundenplan |
| Turnus | jedes Semester |
| Modulart | regulär |
| Gesperrt für | Soziale Arbeit |
| Modulverantwortliche:r | Simon Goebel |
Inhalt
Wir leben in einer diversen Gesellschaft. Und trotzdem erleben wir Konflikte rund um Diversität. Viele Menschen erfahren Diskriminierung, etwa weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer sozioökonomischen Situation uvm. nicht als gleichwertig anerkannt werden. Diskriminierung verhindert so den gleichberechtigten Zugang von Menschen zu gesellschaftlichen Ressourcen wie Bildung, Arbeitsmarkt und Wohnungsmarkt. In diesem Seminar wird Diversitätskompetenz vermittelt. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung, um einen Beitrag zu gleichberechtigter Teilhabe aller Menschen zu leisten – im Beruflichen ebenso wie im Privaten. Die Teilnehmenden des Seminars reflektieren durch Übungen ihre eigene Identität und Positionierung in gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Anhand zahlreicher Beispiele diskutieren wir unterschiedliche Diskriminierungsformen sowie Strategien der Antidiskriminierung und Solidarität.
Lernziele
Kenntnisse
Die Studierenden
- erklären Diversitätsdimensionen und Diversitätskonzepte.
- erkennen und analysieren unterschiedliche Formen der Diskriminierung und ihre Verflechtungen (Intersektionalität).
- benennen wichtige Erkenntnisse aus der gegenwärtigen Diversitätsforschung.
Fertigkeiten
Die Studierenden
- interpretieren und unterscheiden grundlegende „interkulturelle“ und diversitätsorientierte Konzepte und Theorien.
- erkennen, analysieren und bewerten den sozialkonstruktivistischen Charakter verschiedener Identitätskategorien und erkennen die damit einhergehenden Herausforderungen.
- analysieren unterschiedliche Differenzkategorien (wie class, race, gender) als gesellschaftsstrukturierende Differenz- und Machtverhältnisse.
Kompetenzen
Die Studierenden
- können den Kulturbegriff kritisch diskutieren.
- reflektieren eigene Zugehörigkeiten/die eigene Identität im Hinblick auf ihre individuelle und strukturelle Bedeutung.
- entwickeln diversitätssensible Handlungskompetenzen und Lösungsansätze gegen verschiedene Formen von Diskriminierung.
- präsentieren diversitätsorientierte Maßnahmen in der Auseinandersetzung mit einschlägiger Literatur.
Lehrformen
Übungen aus Diversity-Trainings, moderierte Diskussionen, Kurzvorträge
Literatur
- Brizay, U., Goebel, S., Kasten, A., Mazziotta, A. & Ritter, M. (2026). Diversität und Intersektionalität in der Sozialen Arbeit. Theoretische Fundierung, gesellschaftliche Relevanz und professionelle Anwendung. Soziale Arbeit 2026(4). 136–143. https://doi.org/10.5771/0490-1606-2026-4
- Czollek, L. C., Perko, G., Kaszner, C. & Czollek, M. (2019). Praxishandbuch Social Justice und Diversity. Theorien, Training, Methoden, Übungen. Beltz Juventa.
- Funder, M., Gruhlich, J. & Hossain, N. (Hrsg.) (2023). Diversitäts- und Organisationsforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Nomos.
- Winkler, G. & Degele, N. (2009). Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. transcript.
Voraussetzungen
Keine
Verwendbarkeit
Allgemeinwissenschaftliche Wahlpflicht
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 26-30 UE Selbststudium: 50 UE Gesamtaufwand: 76-80 UE
UE (Unterrichtseinheit) = 45 Minuten