Design Thinking: Kreative Problemlösung für Forschungs- und Praxisprojekte
Design Thinking: Creative Problem Solving for Research and Practice Projects
Dieser Kurs wird auf Deutsch gehalten.
| Kategorie | Innovation, Gründung, Selbstständigkeit |
|---|---|
| SWS | 4 |
| Credit Points | 4 |
| Prüfungsart | Rechercheaufgabe inkl. Präsentation (10 Minuten), Vorbereitung und Moderation jeweils einer Design Thinking-Methode in Block 2 und Block 3 plus schriftliche Reflexion (5 Seiten) |
| Turnus | jedes Semester |
| Modulart | regulär |
| Modulverantwortliche:r | Barbara Eschner |
Inhalt
Design Thinking ist ein nutzerzentrierter, iterativer Innovationsansatz zur Lösung komplexer Problemstellungen.
Der Kurs richtet sich an Master-Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen, die eigene Forschungs- oder Praxisprojekte bearbeiten. Sie lernen die Methode kennen und wenden sie direkt auf eine selbstgewählte Fragestellung an.
Präsenz-Block Grundlagen und Einführung
- Einführung in Design Thinking als agile Methode menschzentrierter Produkt- und Serviceentwicklung:
- Mindset, Phasenmodell (Understand, Empathize, Define, Ideate, Prototype, Test), Praxisbeispiele.
- Einübung zentraler Empathize-Tools (Interviewleitfäden, Beobachtung, Personas, Empathy Map).
Online-Phase
Angeleitete Recherche zur Vorbereitung von Block 2: Daten- und Literaturrecherche, Interviews, Beobachtungen.
Präsenz-Block Emphasize, Define & Ideate
Workshop-Übungen in Kleingruppen:
- Synthese und Problemdefinition aus den Ergebnissen der Online-Phase (u. a. Point-of-View, How-Might-We)
- Selbstmoderierte Ideation mit Kreativtechniken (u. a. Brainwriting, Analogien, Crazy 8s)
Online-Phase
Reflexion der Lösungsideen auf Basis von Feedback potenzieller Nutzer:innen bzw. mithilfe KI-gestützter Feedback-Simulation.
Präsenz-Block Prototype, Test & Reflexion
Workshop-Übungen in Kleingruppen mit Fokus:
- Priorisierung der Lösungsideen auf Basis des Nutzerfeedbacks
- Iteration: Einarbeiten des Feedbacks in ein Minimal Viable Product (MVP)
- Low-Fidelity-Prototyping (u. a. Paper Prototyping, Storyboards, Wireframes)
- Projektretrospektive und Reflexion des Methodentransfers in den Studien-, Forschungs- oder Praxiskontext
Lernziele
Kenntnisse
Die Studierenden
- beschreiben das Mindset, das Phasenmodell (Understand, Empathize, Define, Ideate, Prototype, Test) und die Grundprinzipien des Design Thinking.
- erläutern zentrale Tools und Techniken der einzelnen Phasen (z. B. Interviewleitfaden, Persona, Empathy Map, How-Might-We, Crazy 8s, Paper Prototyping).
- ordnen Design Thinking in das Spektrum weiterer Innovations- und Forschungsmethoden ein und benennen Anwendungsfelder sowie Grenzen.
Fertigkeiten
Die Studierenden
- wenden ausgewählte Design-Thinking-Tools eigenständig auf eine konkrete Fragestellung an.
- führen nutzerzentrierte Interviews bzw. Beobachtungen durch und leiten daraus Insights, Personas und Point-of-View-Statements ab.
- moderieren Ideation-Sessions, generieren und priorisieren Ideen mittels geeigneter Kreativtechniken.
- entwickeln einfache Prototypen und holen strukturiert Nutzerfeedback ein.
Kompetenzen
Die Studierenden
- durchlaufen den Design-Thinking-Prozess eigenständig an einer konkreten Fragestellung und gestalten ein iteratives Vorgehen bewusst.
- arbeiten konstruktiv in interdisziplinären Teams, geben und nehmen Peer-Feedback und reflektieren die eigene Rolle im Gruppenprozess.
- beurteilen begründet, für welche Forschungs- oder Praxisfragen Design Thinking ein geeigneter Zugang ist und welche methodischen Alternativen in Frage kommen.
Lehrformen
Kompaktkurs in drei Blöcken (Präsenz), mit angeleiteten Selbstlern- und Recherchephasen zwischen den Blöcken.
- Impulsvorträge zur Einordnung des Design Thinking Konzepts in den Kanon der agilen Arbeitsmethoden,
- Vorstellen konkreter Praxis Use Cases und Tools des Design Thinking,
- Anwendung auf konkrete Projekte durch praktische Workshop-Übungen in Kleingruppen,
- Selbstlern- und Recherchephasen zwischen den Blöcken (u.a. Interviews, Beobachtungen in der Empathize-Phase, selbstmoderierte Ideation, Prototyping und Testing),
- abschließende Reflexion und Peer-Feedback im Rahmen einer systematischen Retrospektive.
Literatur
- Brown, T. (2019): Change by Design. How Design Thinking Transforms Organizations and Inspires Innovation. Harper Business.
- Lewrick, M., Link, P. & Leifer, L. (2020): Das Design Thinking Toolbook. Die besten Werkzeuge & Methoden. Vahlen.
- Uebernickel, F., Brenner, W., Pukall, B., Naef, T. & Schindlholzer, B. (2015): Design Thinking: Das Handbuch. Frankfurter Allgemeine Buch.
- Kelley, T. & Kelley, D. (2015): Creative Confidence. Unleashing the Creative Potential Within Us All. HarperCollins Publishers.
- Hasso-Plattner-Institut in d.school (Hrsg.): Design Thinking Bootleg. Stanford d.school (frei verfügbar unter https://dschool.stanford.edu/tools/design-thinking-bootleg).
Voraussetzungen
Keine
Verwendbarkeit
Allgemeinwissenschaftliche Wahlpflicht
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 50-60 UE Selbststudium: 100 UE Gesamtaufwand: 150-160 UE
UE (Unterrichtseinheit) = 45 Minuten